Malaysia: Bilder aus vier Wochen
Malaysia: Bilder aus vier Wochen

Malaysia: Bilder aus vier Wochen

Tage 29. Juli bis 02. September 2025

Malaysia ist wohl eines der diversesten Länder in Südostasien. Die Malaien machen 50 Prozent der Bevölkerungsgruppen im eigenen Land aus. Die nächstgrößten Gruppen sind chinesischstämmige Malaysier mit 23 Prozent und sieben Prozent indischstämmige Malaysier. 12 Prozent gehen auf die Ureinwohner zurück. Den Rest bilden andere Gruppen, wie beispielsweise Menschen aus dem Nachbarland Indonesie, Nepal oder Bangladesh.

Malaysia’s Vergangenheit ist vom Kolonialismus geprägt. Dieser begann im 16. Jahrhundert mit den Portugiesen und wurde im 18. Jahrhundert von den Briten fortgesetzt. 1786 erworb Großbritannien die Insel Penang, wo auch die Stadt Georgetown liegt. Während der britischen Kolonialzeit wurden viele Arbeitskräfte aus China und Indien nach Malaysia geholt, um in den Kolonien für Großbritannien zu arbeiten.

Die Briten flohen, als Penang 1941 von den Japanern angegriffen und schließlich erobert wurde. Es folgten vier Jahre Kolonialzeit unter japanischer Herrschaft, bis Japan 1945 kapitulierte. Anschließen kehrten die Briten zurück. Ein Besuch in einem Museum in Georgetown lässt interessanterweise herauslesen, dass die malaysische Bevölkerung die Rückkehr der Briten angeblich gefeiert hätte, da sie – im Vergleich zu den japanischen Kolonisten – weniger grausam waren. 12 Jahre später, am 31. August 1957 erlangte Malaysia endlich seine Unabhängigkeit. Georgetown war die erste offizielle Stadt von Malaysia: ein wichtiger Handelsort und Zusammenkunft vieler verschiedener ethnischer Gruppen.

Malaysia war für mich also vor allem das Land, wo ich malaysisch zum Frühstück, indisch zum Mittag und Chinesisch zu Abend essen konnte. Es war für mich das Land, wo ich – vielleicht auch einfach nur aus Glück und Zufall – unglaublich viele Menschen aus verschiedenen Ländern auf einmal treffen konnte. Diese Begegnungen waren – neben dem Essen – für mich das Beste in den vier Wochen Malaysia.

Drei dieser Wochen habe ich mit Freiwilligenarbeit verbracht. Ich habe mich müde vom Reisen gefühlt, wollte einen Ort zum Runterkommen und Ankommen finden – und auch etwas Bedeutungsvolles machen. Das hat alles weitaus weniger geklappt, als erhofft. Aber ich blicke auf viele nette Bekanntschaften zurück und konnte Wissen sammeln über ein Land, von dem ich zuvor nur zwei riesige Zwillingstürme kannte – Und habe darüber hinaus eine Reisepartnerin für Indonesien gefunden.

Meine Route
Einer meiner ersten Abende in Georgetown. Der Abend begann mit einer Comedyshow, von der ich nichts verstand, weil die Witze über Penang und Kuala Lumpur waren (Spaß gemacht hat es trotzdem). Die Nacht endete mit Tiger-Bier und Karaoke.
Ein britisches Kolonialgebäude in George Town – die Stadt, der mir in Malaysia am besten gefallen hat.
Eine Woche verbrachte ich an diesem Strand – Monkey Beach – um als Freiwillige an einer Beach Bar zu arbeiten. Ich habe mehr oder weniger gelernt, wie man eine Kokosnuss öffnet. Vielmehr aber noch habe ich hier einen Parasiten unter meiner Haut mitgenommen. Ich konnte drei Wochen später – nach drei Arztbesuchen und zwei Fehldiagnosen – meine Untermieter endlich loswerden. Immer schön aufpassen an Stränden mit vielen Hunden…
Nachts vor meinem Hostel in Georgetown.
Ich frage mich, welches Bier hier verkauft wird…
Eine buddhistische Tempelanlage zwischen Felswänden in Ipoh.
Die Petronas Türme in Kuala Lumpur sind Hauptsitz der gleichnamigen Öl- und Gasfirma. Von 1996 bis 2004 waren sie mit 451.9 Metern die höchsten Gebäude der Welt. Daraufhin wurden sie vom Taipei 101 Wolkenkratzer überholt. Heute ist der Burj Khalifa in Dubai das höchste Gebäude der Welt. Für mich erinnern sie an ein Raumschiff aus einem Sci-Fi Film.
Das aktuell mit 679 Metern zweithöchste Gebäude der Welt – Merdeka 118 – leuchtet hier in den Nationalfarben Malaysias. Drinnen findet man ein Einkaufszentrum, zahlreiche Büros und ein sechs Sterne Hotel, wer auch immer das braucht.
Meiner Meinung nach kann man in Kuala Lumpur nicht viel mehr als Feiern gehen. Nach einer langen Nacht sah mein nächster Morgen im Hostel für gewöhnlich so aus. Ein Eiskaffee in einer Plastiktüte und Elektrolyte.
In Port Klang, Malaysias größter Hafen, habe ich für zwei Wochen als Freiwillige gearbeitet. In dem Industriegebiet ist dieser Ort hier mit Abstand der Schönste der ganzen Gegend. Die Krähne des Hafens haben mich sehr an Hamburg erinnert.
In Melakka habe ich mit anderen Freiwilligen den Sonnenuntergang über dem Meer neben dieser Moschee genießen können.
Eines der vielen kolonial geprägten Häuser in Melakka.
40 Grad in der Großstadt lassen mein Gesicht so aussehen.
Keine Ahnung, was hier steht.
Ein hinduistischer Tempel in Kuala Lumpur

2 Kommentare

  1. Raini

    Aha….Kaffee aus der Tüte.Warum nicht.Nur,was passiert wenn sie leer ist….?!Ein Faktenreicher Text.Und das die Europäer und die Kirche in die Kulturen eingedrungen sind,zeigt aufs neue wie wenig es um diese ging.Ausbeutung in Form von Tierhandel für Private Sammlungen und Zoowelten.Schön das du beschreibst wie wichtig Nationalparks sind für Menschen die in der Nähe wohnen.Und sie trotz Korrupter Regierung weitermachen.

  2. hayden

    oh wow- both the mosque in melaka and the temple in ipoh took my breath away. what beautiful buildings. and how wonderful that you found so much diversity in one country! especially when that diversity tickles your taste buds hehe

    p.s. thank goodness those unwanted tenants finally evacuated the premise!

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