Indonesien erstreckt sich über 17.000 Inseln und 1.9 Millionen Quadratkilometer. Unmöglich, das Land in einem Trip zu bereisen. Wer Indonesien richtig kennenlernen will, braucht es sicher drei oder vier Monate. Für mich war es die zweite Reise zum größten Inselstaat der Welt.
Fünf Wochen habe ich auf Indonesiens zweitgrößter Insel, Sumatra, verbracht. Über 1.700 Kilometer und mehr als 65 Stunden Reisezeit habe ich hinter mir – und trotzdem nur einen kleinen Teil dieser riesigen Insel kennengelernt.
Einordnung Indonesien auf der Weltkarte Meine Strecke, zurückgelegt mit Bus, Auto, Fähre und ScooterEines der ersten Bilder aus Sumatra. Kira habe ich Kuala Lumpur getroffen. Wir kamen sofort ins Gespräch, weil wir beide den Plan hatten, nach Sumatra zu reisen. Sie erzählte mir von einem interessanten Freiwilligenprojekt, wo wir uns dann auch tatsächlich wiedertrafen. Am Ende waren Kira und ich drei Wochen gemeinsam auf Sumatra und Nias unterwegs.Das Dorf Bukit Lawang, Tor zum Gunung Leuser Nationalpark. Hier kann man Treks in den Dschungel unternehmen, um Urang Utans zu sehen. In diesem Dorf haben Kira und ich als Freiwillige -versucht- einem Guide mit seiner Internetpräsenz zu helfen.Von den Mädels in Bukit Lawang wurden uns die dicksten und dunkelsten Augenbrauen ever geschminkt. Damit ging es danach auf den Jahrmarkt.Das erste Frühstück auf unserem dreitägigen Dschungel-Trek.Auch bei unserem zweiten Campingplatz waren wir umgeben vom Dachungel und dem Fluss.Bus von Bukit Lawang nach Medan. Öffentlicher Transport in Sumatra ist immer ein Erlebnis. Meine Highlights waren Busfahrer, die mit anderen Busfahrern Rennen gestartet haben und flirtende Männer an Bushaltestellen. Von allen asiatischen Ländern, die ich bisher besucht habe, haben indonesische Typen am meisten geflirtet (auf eine Art, die ich aber unterhaltsam fand. Unangenehm wurde es fast nie).Die Stadt Berastagi in den Bergen. Nach drei Monaten schwüler Hitze in Südostasien tat die kühle Bergluft so gut. Den Blick von den Wolken in den Berghängen wollte ich morgens nach dem Aufstehen nicht mehr abwenden.Der Vulkan Mount Sibayak auf 2212 Metern. Für die Sonnenaufgang-Wanderung sind wir um vier Uhr morgens aufgestanden. Aber wie man sieht, sieht man nichts. Es war trotzdem eine schöne Erfahrung. Vor allem anschließend in einer heißen Quelle zu liegen, tat echt gut.Der Ausblick auf den größten Vulkansee der Welt – Tobasee.Der Tobasee ist unter anderem auch für seine Magic Mushrooms bekannt. Interessanterweise nahmen an diesem Tag die Wolken echt schöne Formen an.Mit Marion und Kira habe ich die Insel auf Rollern erkundet. Hier stehen Marion und ich vor einem traditionellen Haus am Tobasee.Der Ausblick, den Kira und ich von unserem Zimmer aus hatten.Bin ich am Gardasee oder auf Sumatra?Ganz ganz früher wurden hier Stadttreffen abgehalten. Hat schon auch Spaß gemacht, hier langzufahren.Kira und ich in unserem ersten Tuk Tuk (und gleich abgezockt worden) auf dem Weg zur Immigrationsbehörde, um unsere Visa zu verlängern. Bei mir hatte es an dem Tag nicht geklappt, also bin ich auf Nias zur Behörde gegangen, wo ich die korrupten Mitarbeiter kennenlernen durfte und nur gerade so mein Visum erhalten konnte.Die Übernachtsfähre von Sibolga nach Nias kostet nur Sieben Euro. Hier mein Schlafplatz in einem Saal mit 200 Betten und einem Bett aus Metall. Ich habe überraschend gut geschlafen und am nächsten Morgen einen schönen Sonnenaufgang gesehen.Der erste Abend im Salty Dog Hostel auf Nias. Die Insel ist übrigens weltbekannt für ihre Surfspots.Die Kinder in diesem Dorf auf Nias übten gerade einen Tanz für die Zeremonie des neuen Königs des Dorfes.Eines meiner Lieblingsessen in Indonesien. Reis mit viel Gemüse, Tofu, Erdnüssen und Sardellen. Kira als Fahrerin und ich als Passenger Princess nach einer ihrer Surfstunden.Sonnenuntergang auf Nias.Mit einem Roller bin ich drei Tage um die Insel gefahren. Hier war die Straße gut aber auf vielen anderen Strecken konnte ich meine Roller-Fähigkeitrn perfektionieren. Zum Beispiel auf 30 Kilometer löchrigen Schotterweg.Ich liebe ja ein gutes Schiffswrack. Das hier wurde mit riesigen Seilen an Land befestigt.Eines der vielen traditionellen Dörfer auf Nias. Das Video zeigt einen jungen Mann, der über einen zwei Meter hohen Stein springt. Früher, als die Dörfer auf Nias noch Kriege miteinander geführt haben, mussten die Männer der Dörfer in der Lage sein, über die hohen Dorfmauern zu springen. Heute wird diese Fähigkeit nur noch zur Heirat gebraucht. Wer heiraten will, muss über diesen Stein springen.Zwei blonde Cuties am Sonnenuntergang. Kira’s und mein letzter Abend, bevor ich weiterzog, um die Mentawai zu besuchen. Die drei Wochen mit Kira auf Sumatra waren ein Highlight meiner Reise.Nach Nias ging es für mich nach Bukittinggi. Dafür musste ich die zehnstündige Fähre von Nias nach Sibolga und anschließend eine zehnstündige Busfahrt -ebenfalls über Nacht – nehmen. Die Fahrt war ganz besonders. Viele der Straßen auf Sumatra sind im Schlangenmuster. Eine Kurve folgt auf die nächste. Oft drehen die Busfahrer die Musik extrem laut, damit sie nicht einschlafen. So kann aber auch sonst niemand schlafen. Ich hatte zudem noch drei Reisetabletten intus, damit mir nicht schlecht wird. Deswegen habe ich aber auch Dinge auf den Straßen gesehen, die höchstwahrscheinlich nicht wirklich da waren. Wie auch immer: das Foto zeigt einen Vulkan bei Bukittinggi, der alle paar Tage ausbricht, aber keine Gefahr darstellt.Mitten in der Stadt kann man alte japanische Tunnel des zweiten Weltkrieges besuchen. So sah es dort drinnen aus.Diesen Ausblick gibt es in der Stadt Padang. Während viele Städte in Indonesien meiner Meinung nach wirklich nicht sehenswert sind, stellen die Städte Bukittinggi und Padang echte Gegensätze dar. Die Städte liegen in Nähe wunderschöner Natur, die einfach zu erreichen ist. Meine letzten Tage auf Sumatra habe ich in Padang verbracht und es sehr genossen. Wie man sich da immer noch für Bali entscheidet, ist mir unklar. Am Ende habe ich Indonesien wirklich schweren Herzens verlassen – aber auch mit der Gewissheit, irgendwann wiederzukommen. Gleichzeitig habe ich mich auf das nächste Ziel gefreut: Vietnam.